Cohiba Piramides Extra

Zwei Tage Tiengen – Ein Reisebericht / Teil II

Vorbei an den Stechuhren, führt uns der Weg in die Villiger Produktionshallen.

Stechuhr an der Villiger-Produktionshalle

Stechuhr an der Villiger-Produktionshalle

Wohin man auch schaut, es findet sich kaum ein Eckchen, an dem nicht gerade gearbeitet wird. Mit viel Geduld, genauer Überwachung des Produktionsprozesses und einer gehörigen Portion Erfahrung werden die Zigarren und Zigarillos geschnitten, umwickelt und sortiert, darunter beispielsweise die legendären Villiger Kiel Zigarren oder die Villiger Original Krumme, die auch heute noch von erfahrenen Zöpflerinnen von Hand gezöpfelt werden.

Villiger Zigarren

Villiger Zigarren

Dabei fällt uns als interessantes Detail der Produktion auf, dass die Hauni-Maschinen es von Hamburg bis ganz nach Tiengen geschafft haben und seit stolzen 50 Jahren im Einsatz sind.

Zigarren Strangmaschine

Zigarren Strangmaschine – Made in Hamburg

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Die ansprechende Bernsteinfarbe der Zigarren und der tropisch-warme Duft vom gemischten Feinschnitt hinterlassen eine ganz besondere Sinnenfreude.
Christoph A. Puszkar fragt indessen: Wissen Sie, woher der Zusatz „Kiel“ kommt? Tja. Als Norddeutsche denken wir sofort an die Stadt, nur warum sollte eine Marke ausgerechnet so etwas im Namen führen?
Erst nach dem Besuch des „Villiger Museums“, lernen wir, dass der Federkiel (der mittlere Teil einer Vogelfeder) früher als Mundstück diente. Die leicht gekrümmte Form und die Strapazierfähigkeit waren ideal für die Zigarrenherstellung, wurden jedoch allmählich verdrängt.

Villiger Kiel Zigarren

Villiger Kiel Zigarren

Im Museum füllen sich die Räume mit alten Zigarren- und Zigarettenpackungen und sehr viel Werbematerial. Wir entdecken sogar einen Nachweis über die „Deutsche Meisterschaft im Kielrauchen“ von 1975.

Deutsche Meisterschaft im Kielrauchen

Deutsche Meisterschaft im Kielrauchen 1975

1888 wurde die Zigarrenfabrik Villiger vom Großvater des Heinrich Villiger gegründet. Später kam der Zusatz „Söhne“ hinzu, als sein Vater und Onkel den Betrieb fortführten. Mittlerweile ist Villiger einer der bedeutenden Zigarrenhersteller in Europa mit drei Zigarrenfabriken (zwei in Deutschland und eine in der Schweiz) mit über 1,5 Milliarden Stück pro Jahr und dem Schwerpunkt Eco-Zigarillos herangewachsen. Eco-Zigarillos sehen aus wie Zigaretten, das Deckblatt besteht jedoch nicht aus Papier, sondern aus dem sogenannten rekonstituierten Tabak.

Rekonstituierter, aromatisierter Tabak wird für diese Zigarren verwendet

Rekonstituierter, aromatisierter Tabak wird für diese Zigarren verwendet

Im goldgelben Sonnenlicht des Nachmittags geht es wieder Richtung Hotel, um uns frisch zu machen und später eine „Zigarrenbar“ zu erkunden. Am Abend hängen allerdings dunkle Regenwolken über der Stadt. Wir lassen uns davon aber nicht abschrecken – im Hotel zu bleiben ist nicht wirklich eine Alternative. So laufen wir durch das kleine Stadtzentrum mit Fußgängerzone, umrahmt von dicht zusammengedrängten Häuschen, die bunt und anmutig daherkommen. Enge, verwinkelte Gassen, in denen sich einige Gasthäuser und Handwerksunternehmen finden, gepaart mit größeren und kleineren Geschäften.
In der Bar genießen wir einen besonderen Schatz: eine Cohiba Piramides Extra begleitet von einem Rum mit wunderbar fruchtiger und süßer Charakteristik. Am Gaumen bestimmen kräftige, erdige Noten den Geschmack der edlen Zigarre. Leichte Anklänge von Würze verleihen der Premium-Zigarre zusätzliche Tiefe. Der Abgang des Rum ist passend dazu seidig und lang.

Cohiba Piramides Extra

Cohiba Piramides Extra

Durch die Altstadt führt uns der Weg wieder zurück ins Hotel – sehenswert sind auch das Rathaus sowie der Marktplatzbrunnen – so bildet der Spaziergang einen ausgezeichneten Abschluss unserer zweitägigen Reise, exzellent wie die Zigarren, die wir uns schmecken lassen und golden, wie der Rum, den wir zuvor genossen haben!